Preußische Festungen 1806-1807
Martin Klöffler




Einleitung

Der Feldzug von 1806-07 traf auch ein ziemlich unerfahrenes und teilweise überaltertes Ingenieurcorps, dessen Rolle im Festungskrieg beschrieben werden soll. Die Ingenieure, deren Ausbildung und Formation bereits im vorigen Beitrag behandelt wurde, sollten diese Bewährungsprobe mehr schlecht als recht überstehen.
Zur Erläuterung der Fachbegriffe wird auf das Glossar im ersten Artikel verwiesen.

Armierung, Belagerung und Kapitulation “Das Schnupftuch brennt”

Vorspiel 1805-06

Mit der Besetzung Hannovers erhielten Hameln und Nienburg eine preußische Besatzung. Hingegen wurde Wesel am 18. März vertragsgemäß überliefert, ohne daß man die Festungsgeschütze vorher zurückzog. Mit der Abtretung von Ansbach-Bayreuth wurde auch die Feste Wülzburg bei Weißenburg geräumt.

Festungen im Herbst 1806

Das preußische Ultimatum an Frankreich ergeht am 26. September. 
Von den 23 preußischen Festungen werden drei, nämlich Wülzburg, Lenczyc und Klarenberg, schon vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten geräumt. 
Nach der gänzlichen Niederlage der preußischen Armee in der Doppelschlacht von Jena und Auerstätt am 14. Oktober 1806 wäre es Aufgabe der Festungen gewesen, den Rückzug und das Sammeln der zertrümmerten Heeresteile aufzufangen. Die westlichen Festungen werden erst nach der Niederlage armiert, d.h. in verteidigungsfähigen Zustand versetzt und mit starken Garnisonen belegt, was etwa die Hälfte der preußischen Armee in Anspruch nimmt. 
In der ersten Phase fielen jedoch alle Festungen an der Elbe und Oder in kürzester Zeit in die Hände der Franzosen und ihrer Verbündeten, ohne daß eine einzige von ihnen berannt oder sogar förmlich für längere Zeit belagert worden wäre. So war das preußische Kernland bis Ende 1806 von jeder Deckung durch Festungen beraubt. 
Erfurt mit 14000 Mann Besatzung unter dem Kommando des  81-jährigen Feldmarschall v. Möllendorf ergibt sich ohne Widerstand vor der Kavallerie Murats am 16. Oktober, die sich nach der Schlacht von Jena dorthin geflüchtet haben.
Die ehemals hannöversche Festung Hameln, nunmehr völlig abgeschnitten von Kommunikationslinien des Hinterlandes, kapituliert ohne jeden Widerstand am 10. November.1806, wodurch 10.000 Mann unter Gen Lestocq in Gefangenschaft kommen. Desgleichen Nienburg am 26. November.
Die Feste Plassenburg bei Kulmbach wird am 25. November den Franzosen übergeben und deren Vorwerke werden ab 1808 geschleift.
Die völlig armierte Festung Stettin ergibt sich am 29. Oktober mit 5.000 Mann unter Generalleutnant v. Romberg vor 800 Husaren (!) Lasalles.
Spandau wird erst 10 Tage vor dem Eintreffen der franz. Truppen armiert. Der Kommandant schreibt am 23. Oktober an den König, daß er sich unter den Trümmern der Zitadelle begraben lasse wolle. Am 25. Oktober kapituliert er ohne einen Schuß, ohne vorher seine Ingenieuroffiziere zur Beratung hinzuziehen.
Am 21. Oktober erklärt der Festungskommandant von Küstrin, Oberst v. Ingersleben, dem Königspaar, daß er die Festung nicht eher übergeben werde, als bis ihm das Schnuptuch in der Tasche brenne. Am 31. Oktober wird der Brückenkopf im Handstrich genommen. Am 1. November kapituliert er ohne weiteren Widerstand, gegen den Rat seines Ingenieuroffiziers Thynkel.
Die Blockade Magdeburgs beginnt am 22. Oktober, am 8. November ergeben sich 14.000 Preußen unter Gen. v. Kleist einem ungleich schwächeren Feind unter Marschall Ney. Hierzu wäre anzufügen, daß für eine förmliche Belagerung mindestens das zwei- bis dreifache Stärke des Belagerers mit einem umfangreichen Belagerungspark schwerer mauerbrechender Geschütze (also mind. 12-Pfünder) erforderlich ist. Damit ist der Herbstfeldzug praktisch beendet.

Festungen im Winter und Frühjahr 1807

Das noch unbesetzte Schlesien bedroht die Flanke der französischen Armee. Napoleon entschließt sich daher zur Offensive. Die minderbedeutenden Festungen in Vorpommern, West- und Ostpreußen bleiben zunächst unbehelligt, sie erfüllen aber ihre Aufgabe durch nachhaltige Verteidigung. 
Der Angriff auf eine Festung kann folgendermaßen erfolgen:

  • Berennung, gewaltsamer Angriff bzw. Handstreich bei unzureichend armierten, schwach besetzten Festungen oder demoralisierten Besatzungen.
  • Bombardement der in der Festung gelegenen Bauten (Magazine, Arsenale, Unterkünfte), die infolge der entstehende Brände die Belagerten zur Aufgabe zwingen konnten.
  • Schnellbelagerung älterer und kleinerer Festungen, wenn ein hoher Aufzug des Mauerwerks direkt mit Artillerie brechiert werden konnte. 
  • Förmlicher Angriff mit schwerem mauerbrechendem Geschütz und umfangreichen Belagerungspark.
Nach dem Verständnis der damaligen Zeit bedeutet eine ehrenvolle Kapitulation, daß die Festung durch eine Bresche in der Hauptumwallung sturmreif geschossen worden ist oder die Umstände - fehlende Munition, Nahrung oder ausbrechende Seuchen - eine weitere Verteidigung nicht mehr erlauben. In nur sehr wenige Fällen kam es zum Hauptsturm auf die Breche.
Von diesen Festungen werden fünf nach mehr oder weniger rühmlicher Verteidigung eingenommen:
Glogau war am 7. November eingeschlossen worden. Am 29. November traf schweres Belagerungsgeschütz ein und die Festung ergab sich nach förmlicher Belagerung am 3. Dezember.
Danzig, mit einer Besatzung von 14000 Mann unter Gen. v. Kalckreuth, verteidigte sich hartnäckig vom 23. Februar 1807 bis 26. Mai.1807 gegen eine förmliche Belagerung.
Schweidnitz wurde am 10. Januar eingeschlossen und kapitulierte vorzeitig am 8. Februar.
Breslau kapitulierte nach kurzer Belagerung am 7. Januar mit 6000 Mann.
Brieg wurde am 6. Januar eingeschlossen und ergab sich am 16. Januar nach einem Bombardement.
Sechs Festungen verteidigten sich erfolgreich bis zum Friedensschluß von Tilsit am 14.6.1807: 
Kolberg, wohl die bekannteste Belagerung, wurde im Oktober 1806 armiert und ab März 1807 blockiert. Die Besatzung von 4000 Mann widerstanden der förmlichen Belagerung mit ca. 14000 Mann ab April. Noch am 2. Juli, vor der Nachricht vom Waffenstillstand, wurde der letzte Hauptsturm abgeschlagen.
Glatz wurde, nachdem das befestigte Lager am 12. Juni überrannt wurde, erst ab dem 20. Juni förmlich belagert und hielt sich dadurch bis zum Waffenstillstand.
Graudenz mit 4000 Mann unter v. Courbière wurde gleichfalls erst ab Juni energisch belagert und über den Waffenstillstand hinaus bis Dezember 1807 blockiert.
Silberberg, die Paßfestung der Grafschaft Glatz, wurde wenige Tage vor dem Waffenstillstand berannt und hält sich.
Die kleine Festung Kosel (Cosel) hielt sich vom 23. Januar bis zum Friedensschluß. Am 4. Februar begann das Bonbardement der 4000-5000 bayerischen Rheinbundtruppen unter Gen. Deroy. Die Festung sollte durch Aushungern zur Übergabe gezwungen werden.
Pillau. die “Zitadelle” Königbergs, wurde als einzige Landesfestung nicht angegriffen. 

Neisse als Beispiel einer förmlichen Belagerung

Die Festungen Neisse wurde seit dem siebenjährigen Krieg ständig verstärkt und konnte als die stärkste Festung Schlesiens angesehen werden. Sie teilt sich auf in die eigentliche Stadt Neisse mit der Hauptumwallung, dem Hohen Retranchement mit der Friedrichstadt auf dem rechten Ufer, das moderne Fort Preußen und weitere Vorwerke.(1)
Am 19. Oktober treffen die Nachrichten von der Niederlage ein, woraufhin der Ingenieur-Brigadier der schlesischen Festungen, Generalmajor v. Lindener, am 23. Und 24. Oktober den Armierungsbefehl erteilt, der zunächst nur zögernd umgesetzt wird. In der Festung dienen 5 Ingenieuroffiziere unter Leitung des Oberbrigadies Major. v. Harroy sowie ein Mineuroffizier. Die Armierung läuft nach vorgegebenen Plan unter Oberst v. Potanus ab (2):

Die Vorstädte werden geräumt und niedergebrannt, um ein Festsetzen des Feindes zu verhindern. Die Gräben und das Vorfeld wurden mit Stauwehren der Neisse geflutet. 4-5000 Arbeiter legten neue Verschanzungen, Palisaden, Faschinen und Schanzkörbe an. Die Pulvervorräte werden aus den Friedenspulvermagazinen in die 12 Kriegspulvermagazine und die Erdkoffer verbracht. Hauptwall, Enveloppe, Vor- und Außenwerke werden nacheinander armiert. Die Waffen in den Zeughäusern werden an die v. Götzen neu geschaffenen Regimenter abgegeben. Die Festung wird für etwa 3 bis 4 Monate verproviantiert.
Auch die Zivilbevölkerung ist betroffen: Die Dächer der Stadthäuser werden abgedeckt bzw. mit Gras sowie nasser Erde belegt. Sand und Löscheimer sind bereitzustellen. Es müssen Vorräte für 3 bis 4 Monate angelegt werden. 
Nach den Rekrutierungen stehen ca. 6000 Mann, d.h. die Hälfte der als angemessen angesehenen Anzahl, zur Verteidigung. Knapp tausend Mann können nur mit Lanzen und Piken ausgerüstet werden.
Die Wälle sind mit 344 Geschützen bestückt, davon 267 Kanonen, 29 Haubitzen und 48 Mörser. Die Geschütze können in der Regel nur von 3 ausgebildeten Kanonieren bedient werden.
Im Januar und Februar scheitern Vorstöße der Festungsbesatzung zum Entsatz der belagerten Festungen von Breslau und Schweidnitz. Am 22. Februar wird die Festung von ca. 8000 Mann der württembergischen Division unter Vandamme eingeschlossen. Es kommt zu ersten Vorpostengefechten. Brücken im Vorgelände werden abgebrochen. Am 24. Februar wird die Inundation (Überschwemmung des Vorfeldes) wirksam.
Die förmliche Belagerung beginnt: Am 1. März ist die erste Parallele in ca. 500m Entfernung der Glaciscrête der Südfront der Stadt Neisse etabliert, die nicht durch Inundation geschützt ist. Eine weitere Parallele wird gegenüber der Kaninchenredoute errichtet. Nach der Schlacht von preußisch-Eylau wird ein Teil des Belagerungscorps nach Glatz abgezogen, so daß Vandamme nur noch 3300 Mann verbleiben.
Vorpostengeplänkel und Ausfälle bringen im März für beide Seiten keine entscheidenden Vorteile. Am 24. März beginnt eine Bombardement, welches ein Artillerieduell auslöst. Erst am 14. April trifft der Belagerungspark (12x12-Pfünder-Kanonen, 4x18-Pfund-Haubitzen, 4x60-Pfund-Mörser) aus Schweidnitz ein und Vandamme läßt sofort mit Batteriebau beginnen. Am 16. April beginnt das Bombardement aus 6 Batterien, welches das Proviantmagazin im Jesuitenkolleg in Brand setzt.
Am 18. April verlangt eine Deputation von Bürgern die Übergabe der Stadt. Am 20. Trifft Prinz Jerôme vor Neisse eine. Die Angriffe richten sich gegen die vorgeschobene Blockhausschanze und richten hohe Verluste an. Ende April lenken 12 Belagerungsbatterien das Feuer auf die Hauptumwallung der Stadt.
Die Desertionen der unzuverlässigen südpreußischen Regimenter nehmen überhand, so daß dafür am 28. April die Todesstrafe eingeführt wird. Am 1. Mai geht die Blockhausschanze verloren. Die Nahrungsmittelknappheit steigt, weshalb die ärmeren Bewohner aus den Magazinen Proviant erhalten. 
Am 11. Mai wird etwa 250m vor der Enveloppe eine zweite Parallele angelegt, die aber teilweise unter Wasser steht. 
Am 12. Mai tritt der Kriegsrat der Stabsoffiziere zusammen und beschließt, die Festung nur dann zu übergeben, wenn eine Bresche in die Enveloppe geschlagen ist. Die Festung läßt sich wegen Desertionen und schwindenden Vorräte immer schlechter halten und die weitläufigen Anlagen lassen sich immer schwerer bemannen. Eine Explosion des Pulvermagazins in Bastion VI kann nur mit Mühe verhindert werden. 
Der Kriegsrat tagt am 29. Mai und stellt fest, daß nur noch 4000 Mann zur Verfügung stehen. Wegen Mangel an Medikamenten ist die Sterbequote hoch, Typhus nimmt wegen des verschmutzten Wassers zu. Am 29. Mai verhandelt der Gouverneur v. Rottenburg mit Vandamme um die Übergabe der Festung. Ein Waffenstillstand wird geschlossen. Am 3. Juni wird die Kapitulation ratifiziert, wonach die Besatzung ab dem 16. Juni als kriegsgefangen zu betrachten sei, falls bis dahin kein Ersatz einträfe. Neisse sollte frei von Einquartierungen bleiben.
Ein geplanter Entsatz durch die Besatzung von Glatz unter v. Götzen ist damit sinnlos. Die Besatzung marschiert am Morgen des 16. Juni aus der Festung, die anschließend sofort besetzt wird.. Die Festung wird von den Franzosen gegen hohe Kontributionen am 13. November 1808 geräumt.
Die Kapitulation wurde am 8. Dezember 1808 von einer durch den König eingesetzten Kommission einstimmig als von den Verhältnissen aufgezwungen anerkannt.

Ausblick

Heeresreform 1808

1808 kamen 14 Ingenieuroffiziere zur Untersuchung: Es werden 2 Offizierspatente kassiert und die Mehrzahl wird verabschiedet. 4 Offiziere erhalten Auszeichnungen, so unter anderem Pullet, Harroy, Thynken. 
Gneisenau, nunmehr Chef des Generalstabs, wird am 24. Mai 1808 zum Inspekteur der verbliebenen Festungen ernannt und gibt sofort eine Instruktion für die Kommandanten der Festungen heraus. Darin wird die Rolle der aktiven Verteidigung betont. Die Stellung der Ingenieure wird wesentlich gestärkt, was zum Beispiel auch die Stickereien zum Ausdruck bringen, die denen der Stabsoffizieren im Generalstab gleichen. Das Ingenieurcorps wird mit Kabinettsordre vom 4. November 1809 reorganisiert als “Ingenieur- und Pioniercorps” mit insgesamt 56 Offizieren in den drei Festungspioniercompagnien. Es umfaßt die verschiedenen Dienstbranchen der Mineurs, Sappeurs und Pontonniers. Die damit vereinigten Ingenieure werden auf drei Ingenieurbrigaden der Provinzen verteilt. Die Ingenieure sollten jeweils abwechselnd ein Jahr bei der Pioniertruppe und der zugeordneten Festungsbrigade (später Inspektion) Dienst tun.

Feldzug 1813-14 und 1815

Die 6 verbliebenen preußische Festungen in Schlesien wurden im März 1813 armiert, wurden jedoch nicht angegriffen. Im Frühjahrs- und Herbstfeldzug 1813-1814 setzten sich die Verbündeten in den Besitz zahlreicher Festungen, die die Kommunikationslinien unterbrachen, so u.a. Danzig, Küstrin, Stettin, Spandau, Wittenberg, Torgau, Jülich, Wesel und Mainz.
Der von Vauban errichtete französische Festungsgürtel, das ‘Precarré’, wurde von den Verbündeten 1814 und 1815 ohne Mühe durchbrochen. Die festen Plätze wurden, wenn sie an den Kommunikationslinien lagen, meist nur zerniert oder nach sehr kurzer förmlicher Belagerung zur Kapitulation gezwungen. 

Eine neue Befestigungsmanier

Die bisher vorherrschende bastionäre Befestigungsweise hatte viele Schwächen bewiesen, so u.a. hohe Anzahl an notwendiger Besatzung und leichte Verwundbarkeit der Bastionen. Ab 1815 begann sich die Polygonale Befestigungsmanier des französischen Ingenieurs Montalembert (1714-1799) in den deutschen Staaten durchzusetzen, deren wichtigste Elemente nur noch stumpfwinklig gebrochene Fronten und Batterietürme waren, um artilleristische Überlegenheit gegenüber einem Angreifer zu wahren. Diese Befestigungsmanier bewährte sich bis zum Aufkommen der gezogenen Artillerie. 

Die neue strategische Konzeption: Lagerfestungen ab 1815

Die wichtigste Lehre der vorangegangenen Kriege war, daß sich kleine befestigte Plätze gegen ein Feldheer nicht halten konnten und daher schnell zur Kapitulation gezwungen wurden. Zum zweiten hatte es sich gezeigt, daß eine Festung nur dann lange gegen eine förmliche Belagerungen standhalten konnte, wenn ein Gürtel von detachierten Forts den Gegner so lange wie möglich vom direkten Angriff auf die Hauptumwallung (Enceinte) fernhalten konnte. Als Konsequenz wurde eine Reihe kleiner Festungen entweder entfestigt (z.B. Brieg oder Kosel) oder in ihrem Zustand als Festungen 2. oder 3. Klasse belassen (z.B. Jülich, Saarlouis, Silberberg). Die Festungen erster Klasse sollten dagegen einem Feldheer erlauben, eine Offensive vorzubereiten oder sich beim Rückzug in den Schutz der detachierten Forts zu begeben. Insgesamt existierten nur noch 17 preußische Festungen.
Die finanziellen Mittel des preußischen Staates erlaubten es erst in der Friedenszeit ab 1815, die wichtigsten festen Plätze der neu erworbenen Provinzen zu befestigen oder instand zu halten. Da Frankreich auch nach dem Wiener Kongresses weiterhin als potentieller Kriegsgegner galt, entstanden die neuen Lagerfestungen hauptsächlich entlang der Rheinlinie. Hierbei entfielen auf Preußen in der neu gewonnen Provinzen Westfalen und Rheinland die Festungen Minden, Wesel, Jülich, Köln, Koblenz, Saarlouis und Luxemburg. In den östlichen Provinzen wurden Magdeburg, Spandau, Torgau, Wittenberg, Posen und Königsberg ausgebaut. Der deutsche Bund befestigte Mainz, Rastatt, Rendsburg und Ulm.

Anmerkungen:

  • 1  Wesentliche Teile der Anlagen sind noch heute erhalten. (zurück)
  • 2  Die folgende, gekürzte Beschreibung ist dem Buch A. Klose: Neisse entnommen. (zurück)


Literaturauswahl:

  • Großer Generalstab: Das preußische Heer im Jahre 1812, Berlin (1912)
  • Großer Generalstab: Kolberg 1806/07, in: Urkundliche Beiträge und Forschungen zur Geschichte des preußischen Heeres, Heft 16-19, Berlin (1911), Nachdruck LTR-Verlag (1983)
  • Huber, Rudolf; Rieth, Renate (Hrsg): Glossarium Artis, Band 7, Festungen - Der Wehrbau nach der Einführung der Feuerwaffen. 2. Auflage, K.G. Sauer Verlag (1990)
  • Klose Arwed: Festung Neisse, Hagen (1980)


Aufsätze